02.10.26 / 17:30 – 22:00 @ GRUND1535
Die goldene Schindel – Austrian Music Video Award
From Ground to Digital: Dead Bones, Artificial Visions, and Synthetic Sounds
program
17:30 | vortrag [GRUNDerzählung]
Schindel revisited. Beispielhafte Videos der Goldenen Schindel in ihrem intermedialen Zusammenspiel.
Sam Siefert, MA (Germanistik)

In dem Vortrag nähert sich Literaturwissenschaftler und Jazzmusiker Sam Siefert verschiedenen Musikvideos, die bei der Goldenen Schindel in den Jahren 2024/2025 eingereicht wurden und untersucht diese hinsichtlich ihrer Intermedialität. Dabei wird nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Begrifflichkeit niederschwellig über die Videos gesprochen. Die Analyse soll zum mit- und weiterdenken anregen. Die anwesenden Zuhörer:innen sind eingeladen in Diskussion zu treten.
Sam Siefert ist Literaturwissenschaftler für Neuere Deutsche Literatur am Institut für Germanistik an der Universität Innsbruck. Er schreibt aktuell seine Dissertation zur deutschsprachigen Kolonialliteratur. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist Sam Siefert als Jazzschlagzeuger international unterwegs und arbeitet an verschiedenen musikalischen Projekten mit. Er leitet die 11-köpfige large Jazz/Afrobeat Band „Sam Siefert Ensemble Project“.
@samsiefert_music @sam_siefert_ensemble_project
19:00 | exhibition opening
Oskerhase & Funky Fiona

Oskerhase
Mich inspiriert alles im Leben, ich sauge alle Eindrücke auf und gebe diese dann vereinzelt, gemischt, abstrakt, figurativ oder wie auch immer es herauskommt in meinen kreativen Arbeiten wieder.
(geb. 2001) macht seit 2020 wieder aktiv Kunst und liebt es, mit unterschiedlichen Materialien und Medien zu experimentieren – ob Zeichnen, Basteln oder Musik. In der Natur gesammelte Sachen und auf Flohmärkten gefundene Schätze werden analog weiterverarbeitet und auch digital in neue Illustrationen oder Videos verwandelt. Kunst ist für ihn etwas Verbindendes, das ihm die Möglichkeit gibt, sich auszudrücken, Emotionen zu verarbeiten und dabei immer wieder neue Menschen, Erfahrungen und Ideen kennenzulernen.
Funky Fiona
Meine Kunst entsteht aus dieser Faszination heraus. Sie ist ein Versuch, das Staunen sichtbar zu machen.
(geb. 2003) ist fasziniert von der reinen Existenz – von dem unbegreiflichen Wunder, dass alles ist. Die unzähligen Details, feinen Strukturen und Verbindungen, die sich in jedem Moment und in jeder Form zeigen, erfüllen sie mit tiefer Neugier und grenzenloser Energie. Aus dieser Faszination heraus entsteht ihre Kunst, in der sich Naturmaterialien, Fundstücke und textile Elemente zu organischen Gebilden verweben, die zugleich vertraut und fremd wirken. Sie möchte Räume schaffen, die zum Innehalten einladen – in denen man spürt, dass alles lebt, sich wandelt und in Beziehung zueinander steht. Ihre Werke sind Ausdruck von Achtsamkeit, von Verbundenheit und von der unerschöpflichen Inspiration, die das bloße Dasein in sich trägt.
Im August 2026 waren Oskerhase and Funky Fiona für eine Artist-Residency bei GRUND1535.
19:30 | experimental short documentary
mhytnix (AT 2020, 22 min)
Karin Ferrari

mhytnix ist ein psychedelischer Roadmovie, in dem sich drei gelangweilte Millennials auf die Suche nach den Ursprüngen von Lithium machen, dem modernen Allheilmittel. Der experimentelle Film erzählt eine vielschichtige Geschichte und nimmt uns mit auf eine Reise in die unbewussten Weiten des Internets.
Karin Ferrari ist eine zeitgenössische Künstlerin, deren Arbeit sich zwischen bildender Kunst, Medientheorie und Internetkultur bewegt. In Videos, Malerei, Installationen und Performances setzt sie sich mit visuellen Materialien aus Popkultur und globalen Medien auseinander und untersucht die Gegenwart. Dabei beschäftigt sie sich unter anderem mit (Des-)Infotainment und visueller Wahrnehmung. Besonders interessiert sie sich für das, was sie „Trash Mysticism“ nennt: zeitgenössische, DIY-artige Formen von Aberglauben und Spiritualität, die im Internet entstehen, sowie die verborgenen mystischen Bedürfnisse, die die Konsumkultur antreiben.
@trashmysticism / karinferrari.com
20:30 | experimental live set
The Creepy Silence

The Creepy Silence ist das Live-Projekt des 23-jährigen Musikers Max aus dem Raum Telfs. Seine Musik ist sehr experimentell und bewegt sich von melodischen bis zu düsteren Klängen. Dabei probiert er aus, was ihm gefällt und wohin ihn seine Ideen führen. Ein besonderes Anliegen ist ihm, mehr Mikrotonalität in die heimische elektronische Musikszene zu bringen.
